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Ballaststoffe in der Ernährung - Wissenswertes

Unter dem Sammelbegriff Ballaststoffe (Nahrungsfasern, «dietary fibers») werden Bestandteile pflanzlicher Nahrung zusammengefasst, die von den körpereigenen Enzymen des menschlichen Magen-Darm-Traktes nicht abgebaut werden. Sie werden deshalb im Dünndarm nicht resorbiert und gelangen in den Dickdarm. Aufgrund ihres unterschiedlichen Wasserbindungsvermögens unterscheidet man zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Ballaststoffen. [1]

 

Einteilung der Ballaststoffe
Ballaststoffe bestehen aus vielen unterschiedlichen Substanzen und unterscheiden sich in ihrer chemischen und physikalischen Struktur. Dementsprechend werden sie z. B. nach ihrem Wasserbindungsvermögen eingeteilt.

Wasserunlösliche Ballaststoffe

Ballaststoffe, die zu dieser Gruppe gezählt werden, haben eine geringe Wasserlöslichkeit, sie können jedoch viel Wasser an sich binden. Wasserunlösliche Ballaststoffe werden von den Bakterien des Dickdarms nicht oder nur zu ganz geringen Anteilen abgebaut, sie werden demnach zum größten Teil mit dem Stuhl ausgeschieden. Zu dieser Gruppe zählen die Ballaststoffe: Cellulose, Hemicellulose und Lignin.

Die Firma Rettenmaier & Söhne ist dabei weltweit größter Hersteller für hauptsächlich unlösliche, isolierte Ballaststoffe. Dabei erreichen die VITACEL®-Produkte Ballaststoffgehalte von über 90%. [1]
  Wasserlösliche Ballaststoffe

Ballaststoffe dieser Gruppe besitzen eine hohe Wasserlöslichkeit und werden Quellstoffe genannt. Sie werden von den Darmbakterien rasch und weitgehend vollständig zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut. Den natürlichen Quell-stoffen ordnet man die Pektine, Schleimstoffe (z.B. Psyllium), Pflanzengummis und Gele aus Algen zu.

In der VITACEL®-Produktrange finden sich unter anderem Apfel- und Kartoffelfasern, die einen Anteil an wasserlöslichen Ballaststoffen aufweisen. [1]

 

Stichworte   unlösliche   lösliche
 
 
Charakteristika   - resistent gegenüber Degradation
  durch bakterielle Enzyme im Kolon
- keine Gelbildung
  - Abbau durch bakterielle Enzyme im 
  Kolon
- Gelbildung mit Flüssigkeit
   
wichtige Funktionen   - Regulation der Dickdarmtransitzeit
- Erhöhung der Stuhlmasse/-frequenz
  ("Ballastfunktion")
- verzögerte Glucoseabsorption


  - s. nichtlösliche Fasern
- verzögerte Magenentleerung
- verzögerte Glucoseabsorption
  (postprandialer Blutglucosespiegel
   sinkt)
- Senkung LDL- und Gesamtcholesterin
 
Vertreter   - Lignin
- Cellulose
- bestimmte Pektine und
  Hemicellulose
  - Gummi
- Schleimstoffe (z.B. Psyllium)
- bestimmte Pektine und Hemicellulose

 

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