NEWS 2018: FDA Dietary Fiber Approval

zucker zuegeln

Mehr Ballaststoffe in der modernen täglichen Ernährung – warum es gut ist und wie es geht.

RÜCKBLICK
'JRS FACHSYMPOSIUM für gesunde Lebensmittel'

10.+11. Oktober 2018, Fulda

 
 

Am 10. & 11. Oktober veranstaltete der Geschäftsbereich Nahrungsmittel/ BU Food, der J. Rettenmaier & Söhne GmbH & Co.KG (JRS) in Fulda ein Fachsymposium für gesunde Lebensmittel. 

Als weltweit führender Hersteller für Nahrungsfasern und Ballaststoffkonzentraten war es der JRS eine besondere Ehre, als Gastgeber diese Veranstaltung zu organisieren und zu begleiten. Als Pionier und Innovationstreiber in Sachen erfolgreiche Ballaststoffanreicherung gelingt es JRS seit über 30 Jahren, Ballaststoffkonzentrate für gesunde, leckere Lebensmittel (ohne Geschmacks- und Sensorikeinbußen) herzustellen - und dabei noch weitere Trends wie Low Fat -, glutenfreie, proteinreiche oder vegane Lebensmittel zu bedienen.

2 Tage geballtes Fachwissen rund um’s Thema Ballaststoffe in modernen Nahrungsmitteln

Das zweitägige Symposium richtete sich an interessierte Fachleute aus der Lebensmittelproduktion in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Im Fokus standen die Fachvorträge hochrangigen externer Sprecher aus der Ernährungswissenschaft, der Anwendungsforschung, der Bioökonomie, des Lebensmittelrechts und der Marktforschung. Mit Beiträgen aus der Praxisarbeit gab das JRS Ballaststoff-Team einen tieferen Einblick in die Welt der modernen Ballaststoff-Nahrungsfasern.


Großer Handlungsbedarf in Sachen ausreichender Ballaststoffversorgung

Anhand vieler interessanter Präsentationen und Diskussionsrunden wurde deutlich herausgearbeitet, dass die heutige Ernährung in Deutschland, wie auch in den meisten anderen Ländern, viel zu energie- und kalorienreich ist - und dabei leider - gleichzeitig viel zu wenig Ballaststoffe enthält. 

Die Ursachen liegen u.a. im kulturellen und gesellschaftlichen Wandel der modernen Welt: neben Bewegungsmangel führen veränderte Ernährungsgewohnheiten mit überhöhter Energieaufnahme und fehlendem Ballaststoffanteil zu den gravierenden gesundheitlichen Problemen. 

Dies obwohl sich nationale und internationale Gesundheitsorganisationen, Politik, Medizin und Wissenschaft seit über 40 Jahren aktiv in besserer Aufklärung und Überzeugungsarbeit engagieren. Die Experten sind sich einig – ausreichend Ballaststoffe sind für eine gesunde Ernährung unverzichtbar. Beim Verbraucher jedoch finden ballaststoffhaltige Lebensmittel (z.B. aus Vollkornprodukten) in der täglichen Ernährung bisher nur bedingt Akzeptanz - meist aufgrund des oftmals negativ wahrgenommenen Geschmackserlebnisses. In der Lebensmittelindustrie scheint das Marketing-relevante Potential zum Thema gesündere Ernährung mit Ballaststoffen bislang nur bedingt verstanden worden zu sein. 

Ballaststoff Fachsymposium

Ballaststoff-Defizit macht offensichtlich krank

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt die Aufnahme von mindestens 30gr Ballaststoffen am Tag. Diabetiker-Fachverbände raten sogar zu täglich 40gr. Die Realität z.B. in Deutschland sieht aber ganz anders aus: auf lediglich 19gr pro Tag kommt  der durchschnittsdeutsche Mann in der normalen, täglichen Ernährung, Frauen auch nur auf 18gr. Vor 100 Jahren waren es laut Ernährungsfachmann Prof. Hauner von der Uni München noch fast 100gr/ Tag. Kein Wunder, dass sich Diabetes Typ 2 und andere Wohlstandkrankheitsformen epedimieähnlich ausweiten. 

Die Konsequenz dieser kalorienreichen, energiereichen und zugleich ballaststoffarmen Kost ist ein wissenschaftlich nachgewiesener signifikanter Anstieg der sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Übergewicht, Verstopfung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Dickdarmkrebs und viele mehr. Diese Zivilisationskrankheiten belasten das Gesundheitssystem in Deutschland mit einem Betrag von fast 100 Milliarden EURO pro Jahr. Dabei ist wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen, dass eine erhöhte Ballaststoffaufnahme das Risiko für diese Zivilisationskrankheiten signifikant reduziert. Die Wissenschaft dokumentiert ebenfalls seit Jahren, dass bis zu 80% der Gesundheitsausgaben für diese ernährungsbedingten Krankheiten vermeidbar wären, wenn mehr gesunde Lebensmittel konsumiert würden, verbunden mit einem aktiveren Lebensstil. 


Hemmfaktor Verbraucherwissen und Ernährungsgewohnheiten

Allerdings ist es über die tägliche Ernährung nicht ganz so einfach, den empfohlenen täglichen Ballaststoffbedarf zu decken. Insbesondere die beliebten weißen Weizenmehle, aus denen eine Vielzahl heutiger Fertigprodukte hergestellt werden, zahlen wenig auf das tägliche Ballaststoffkonto ein. Klassische ballaststoffhaltige Lebensmittel wie Vollkornprodukte finden bei den Verbrauchern aus geschmacklichen oder sensorischen Gründen – wie Studien belegen - immer weniger Akzeptanz. Der moderne Konsument wünscht sich lecker schmeckende Lebensmittel – Zusätze einfacher ballaststoffhaltiger Getreidenebenprodukte wie z.B. Kleie können diesen Verbraucheranspruch offensichtlich nicht befriedigen. 

Fachsymposium Lebensmittelzoom

Ballaststoffkonzentrate der neuesten Generation schaffen Konsumenten-Akzeptanz

Im Rahmen dieses Fachsymposiums für gesunde Lebensmittel wurden vielversprechende Ansätze diskutiert und anhand vieler Beispiele aus allen Bereichen der Lebensmittelindustrie veranschaulicht. 

Moderne Ballaststoffkonzentrate der neuesten Generation helfen diese Ballaststofflücke in nahezu allen modernen Lebensmitteln des täglichen Bedarfs zu schließen. JRS als weltweit größter Hersteller pflanzlicher Ballaststoffkonzentrate steht für einen innovativen, gesundheitsorientierten Ansatz, diesen Problemen nachhaltig begegnen zu können: das umfangreiche Produktprogramm der JRS- Obst-, Gemüse- und Getreidefasern lässt sich mit ihren jeweiligen spezifischen Eigenschaften perfekt in moderne, wohlschmeckend-leckere  Lebensmittelrezepturen zur Ballaststoffanreicherung integrieren, z.B. in Backwaren, Nudeln, Cerealien, Fleischprodukten, Milchprodukten, Getränken …   Und das bei höchster Qualität und bester Sensorik, wie durch viele Goldmedaillen der DLG Prüfer eindeutig belegt wird. 


Neue Marketing-Chancen für moderne, ballaststoffhaltige Produkte

Mit Beispielen aus Europa, Amerika, Asien - belegt durch Referenzen aus der internationalen Mintel-Marktforschung - wurde aufgezeigt, dass sich der modernen Lebensmittelindustrie über entsprechende Ballaststoff-Rezepturen weitreichende Vermarktungschancen bieten, die hierzulande bislang nur bedingt ausgereizt werden. Dabei kann man von den internationalen Märkten viel lernen - Amerika, und Asien haben bei dieser Thematik eindeutig die Nase vorn. Bestimmte Trends beginnen sich bereits auch auf Europa zu übertragen - also viel zu tun für kreative Marketing- und Produktentwicklungsexperten! 

Zwei Fachvorträge informierten auch zu rechtlichen Hintergründen und Deklarationsempfehlungen, um so den Produktentwicklern und Marketingexperten weitreichende Informationen mit an die Hand zu geben. 


Gesundheitspolitik und Nahrungsmittelindustrie sind gemeinsam gefordert

Wichtiges Ergebnis des Fachsymposiums: Es bedarf der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten und Akteure in Bildung, Gesundheitswesen, Politik, Industrie und Medien, um das Gesundheitsthema Ballaststoff-Versorgung in notwendiger Weise voran zu bringen. 

Je besser der moderne Konsument über Ballaststoffe, deren Funktion und Nutzen informiert und aktiv in das Verständnis eines Präventionsmodells eingebunden ist, desto schneller können die Kräfte des freien Marktes über Marketing und Produktinnovationen mit entsprechenden Ernährungsangeboten reagieren. Mit nachhaltig positiven Effekten für die individuelle menschliche Gesundheit - und Kostenreduktionen für das Gesundheitswesen. 


Weitere Fachinformationen,
Beratung,
Unterlagen?


Gerne informieren wir Sie im Detail zu allen Fachthemen des Symposiums und freuen uns auf weitere Fragen und Anregungen!  

Andreas Bohner, Leiter Geschäftsbereich Nahrungsmittel,
J. Rettenmaier & Söhne GmbH Co.KG,   food@jrs.de

 


Übersicht der Fachvorträge:  

Anne Fischer, Ernährungswissenschaftlerin BU Food, J. Rettenmaier&Söhne: „Ernährungsphysiologische Studien mit Getreidefasern“  

Univ. Lektor Dipl.-Ing. Alfred Mar, Institut für Lebensmitteltechnologie, ICC-Austria Präsident (Int. Gesellschaft für Getreidewissenschaften und -technologie Austria): „Ballaststoffe in Backwaren“  

Prof. Dr. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin mit den Stand­orten am TUM-Klinikum rechts der Isar und am Wissenschaftszentrum Weihenstephan: „Ballaststoffe und Ernährung“  

Prof. Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der landeseigenen Innovationsagentur BIOPRO Baden-Württemberg GmbH: „Nachhaltigkeit heute“  

Hans-Jürgen Seitz, Lebensmitteltechnologe BU Food, J. Rettenmaier&Söhne: „Gesunde Backwaren – hoher Ballaststoffgehalt“  

Jürgen Sieg, Biologe, Regulatory Affairs Manager BU Food, J. Rettenmaier&Söhne „Integrierte Nachhaltigkeit bei der JRS“  

Prof. Dr. Moritz Hagenmeyer, Rechtsanwalt, Barrister, Lehrbeauftragter für Lebensmittelrecht, Mitglied im BLL-Rechtsausschuss sowie Germany Correspondent der EFFL (European Food and Feed Law Review) und seit 1998 für KROHN Rechtsanwälte tätig: „Rechtliche Einstufung von Ballaststoffen“  

Stefan Schmitt-Rechlin, Lebensmitteltechnologe, BU Food, J. Rettenmaier&Söhne: „Fettreduzierte Brühwurst mit DLG-Prämierung“  

Prof. Dr. Jochen Weiss, Vice President of Research, Universität Hohenheim, Fg. Lebensmittelphysik und Fleischwissenschaft, Lehrstuhlinhaber Professur für Lebensmittelphysik und Fleischwissenschaft: „Fettreduktion in Fleischwaren“  

Agnieszka Grygier / Valentin Thies, Business Analyst, Mintel – führende Agentur für Marktforschung, Marktanalyse, Wettbewerbsbeobachtung, Global New Products Database: „Markttrends gesunde Lebensmittel“  

Andreas Bohner Head of BU Food, J. Rettenmaier&Söhne: „Gesunde Trends: glutenfrei/ proteinreich/ vegan”

Alle Rechte vorbehalten  © 2018 J. RETTENMAIER & SÖHNE GmbH + Co KG

facebook          LinkedIn

Alle Rechte vorbehalten  © 2018 J. RETTENMAIER & SÖHNE GmbH + Co KG

AGB   //   Impressum   //   Datenschutz

facebook          LinkedIn